Kinoprogramm Leipzig

Filmdatenbank

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Strajk - Die Heldin von Danzig

Strajk - Die Heldin von Danzig

Deutschland 2006
FSK 12

Klein von Wuchs, Waisenkind, ohne Schulbildung, Mutter eines unehelichen Kindes, Katholikin, sozialistische Heldin der Arbeit, Schweißerin und Kranführerin. Sie arbeitet hart und sorgfältig, denn eine Schweißnaht, die im Sturm reißt, kann den Untergang eines Schiffes und den Tod von Menschen verursachen. Ebensolches verantwortungsvolles Handeln erwartet sie auch von allen Menschen, besonders aber von der Partei, egal ob es um Lohn geht, um Überstunden, um die Sicherheit oder um das Kantinenessen. Als bei einem Unfall aus Nachlässigkeit viele Arbeiter vor ihren Augen verbrennen, nennt sie die Schuldigen beim Namen und setzt eine Entschädigung für die Hinterbliebenen durch. In der Folgezeit wird durch das Verhalten einer einzelnen Arbeiterin auf der Lenin Werft in Danzig der Streik ausgelöst, der die unabhängige Gewerkschaft Solidarnosc auf den Plan rief, diese wiederum zur Perestroika und schließlich zum Fall der Berliner Mauer führte.

Brücke nach Terabithia

Brücke nach Terabithia

USA 2006
FSK o.A.

Jess (JOSH HUTCHERSON) hat den Ruf, der schnellste Läufer seiner Schule zu sein. Bis er auf Leslie (ANNASOPHIA ROBB) trifft, die mit ihren Eltern neu in den Ort gezogen ist. Mit Leslie beginnt ein neues Kapitel in Jess Leben: Denn Leslie läuft nicht nur schneller als er, sondern beeindruckt ihn auch mit ihrer überschäumenden Phantasie und ihrem Einfallsreichtum. Sie werden Freunde und erschaffen sich auf Leslies Initiative hin kurzerhand ihre eigene Welt: „Terabithia“ - ein geheimes Königreich in den Wäldern. In diesem magischen Reich voller Fabelwesen finden Jess und Leslie Zuflucht vor Schulproblemen, Eltern und Lehrern. Gemeinsam besuchen sie ihre Phantasiewelt so oft sie können. Doch als Leslie die Brücke nach „Terabithia“ eines Tages alleine betreten möchte, passiert etwas bis dahin Unvorstellbares... BRÜCKE NACH TERABITHIA ist das neue Kino-Event von Walden Media, den Produzenten des Kinohits „Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia“, der vor zwei Jahren knapp 4 Mio. Besucher in den deutschen Kinos begeistert hat. Basierend auf dem Roman „Die Brücke in ein anderes Land“ von Katherine Paterson, die für ihr Schaffen mit dem Astrid Lindgren Gedächtnispreis 2006 ausgezeichnet wurde, ist mit BRÜCKE NACH TERABITHIA ein mitreißender und bewegender Film über Mut, Freundschaft und die unzerstörbare Kraft der Phantasie entstanden. Der Film wurde an beeindruckenden Originalschauplätzen in Neuseeland gedreht. Für die spektakulären Spezialeffekte und Kreaturen zeichnen die Firmen Weta Workshop und Weta Digital („Der Herr der Ringe“, „King Kong“, „Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“) um Oscar®-Preisträger Richard Taylor verantwortlich.

Fast Food Nation

Fast Food Nation

GB/USA 2006
FSK 12

FAST FOOD NATION erzählt die Geschichte von Don Henderson (Greg Kinnear), dem Marketingchef der Fast-Food-Kette Mickey’s. Als sich herausstellt, dass mit Kolibakterien verseuchtes Fleisch in den Verkaufschlager "The Big One" gelangt ist, macht es sich Henderson zur Aufgabe, dem Skandal auf die Spur zu kommen. Es beginnt eine Reise, die Dons Blick auf sein Unternehmen grundlegend verändert. In Texas, wo die Burger produziert werden, muss er erkennen, dass der unersättliche Appetit Amerikas auf Fast Food ein im wahrsten Sinne des Wortes schmutziges Geschäft ist: Fern ab der Firmenzentrale in Kalifornien eröffnet sich ihm die bittere Realität illegaler Immigranten, die Wahrheit über brutale Schlachtmethoden und die Gründe für die miserable Qualität des Burgerfleisches. Er erfährt auch, dass sein Arbeitgeber all das nicht nur billigend in Kauf nimmt, sondern ursächlich dafür verantwortlich ist...

Junebug

Junebug

USA 2006
FSK

Auf dem Weg zu einem exzentrischen Künstler macht die frisch verheiratete Galeristin Madeleine mit ihrem Ehemann George einen Abstecher, um dessen Familie auf dem Land kennen zu lernen: die eifersüchtige Mutter, den wortkargen Vater, den wütenden jüngeren Bruder Johnny, der immer im Schatten seines erfolgreichen Bruders stand, und dessen hochschwangere, unschuldig plappernde Ehefrau Ashley. Während Ashley Madeleine sofort für ihre Kultiviertheit und ihr Auftreten bewundert, sind die anderen Familienmitglieder viel reservierter. Auch George fällt zurück in seine alte Rolle und verbringt viel Zeit alleine. Unverständnis, Fremdheit und eine Art Galgenhumor bestimmen das Aufeinandertreffen von Großstadt und Provinz während Madeleine den Künstler-Deal vorantreibt und Ashley auf die Entbindung zusteuert.

Smokin' Aces

Smokin' Aces

USA 2006
FSK 16

Kartenmagier, Falschspieler und La Cosa Nostra-Gangster Buddy „Aces" Israel hat sich das FBI-Zeugenschutzprogramm und eine Aussage gegen seinen Ex-„Paten" Primo Sparazza ausgesucht, um gemütlich von der Bildfläche zu verschwinden. Der große Haken dabei ist Sparazzas „Kill Buddy-Aufruf", denn eine Million Dollar Kopfgeld bescheren ihm gleich eine ganzen Horde Auftragskiller, die ihm buchstäblich das Herz rausreißen wollen. Dazu gesellen sich extra ausgesandte FBIZeugenschutzengel und ein paar Kautionsjäger, die ihn in einem Stück nach Las Vegas zurückbringen sollen. Dass dabei wohl keiner der Beteiligten mit offenen Karten spielt, macht diesen Showdown endgültig zu einem verblüffenden Spektakel. „Smokin' Aces" schlägt ein völlig neues Kapitel in der Working-Title- Erfolgsgeschichte auf. Ein schwarzhumoriger Wettlauf um Leben und Tod, ein wildes Dauerfeuer im Adrenalin-Rausch - mit exquisitem Starensemble und doppeltem Boden. Ironisch, bleihaltig und ungebremst.

The Good German

The Good German

USA 2006
FSK 12

Berlin 1945. Der amerikanische Kriegskorrespondent Jake Geismer (GEORGE CLOONEY) ist eben angekommen, um über die bevorstehende Potsdamer Friedenskonferenz zu berichten: Die Führer der Alliierten treffen sich, um über das Schicksal des besiegten Deutschen Reiches und ein neues, freiheitliches Europa zu entscheiden… und dabei alles, was noch irgendeinen Wert besitzt, unter sich aufzuteilen. Jake kennt Berlin bereits – einst hat er hier ein Nachrichtenbüro geleitet. Einst hat er sich hier verliebt. Das scheint aber schon Ewigkeiten her zu sein, als er jetzt auf der Jeep-Fahrt vom Flughafen zu seinem Hotel in der amerikanischen Zone die erschütternde Ruinenlandschaft durchquert. Jakes Fahrer, Corporal Tully (TOBEY MAGUIRE), hat den Charme eines Kleinstadtamerikaners – ein bemühter, unbekümmerter und gutmütiger Junge aus dem Mittelwesten. Doch in Wirklichkeit ist er durch und durch korrupt – er handelt mit allem und jedem, spielt alle Seiten gegeneinander aus, um den besten Preis zu erzielen. Doch das ist durchaus nicht ungewöhnlich. In Berlin hat dieser Tage jeder etwas zu verbergen. Jeder verfolgt bestimmte Strategien, um seine Bedürfnisse zu befriedigen: Geld, Macht, das nackte Leben… oder auch nur einen Ausweg. Jake ist an Tullys Schwarzmarktschiebereien nicht interessiert, dafür aber Tullys Freundin umso mehr: Lena Brandt (CATE BLANCHETT) ist jene Frau, die Jake einst geliebt hat. Aber irgendwie hat sie sich verändert. Der Krieg, das entbehrungsreiche Leben in den Ruinen und das Trauma ihrer persönlichen Vergangenheit haben unauslöschliche Spuren in ihr hinterlassen. Als Tully mit 100.000 Mark in der Tasche und einer Kugel im Rücken in der russischen Zone aufgefunden wird, fühlt sich Jake mehr und mehr von den Umständen dieses Mordes angezogen. Vor allem fragt er sich, warum sowohl die amerikanischen als auch die russischen Behörden auffällig wenig Interesse an dem Fall bekunden. Je mehr Jake nachforscht, desto deutlichere Spuren führen zu Lena. Jake stellt jedoch bald fest, dass man hier und jetzt der Wahrheit kaum auf den Grund gehen kann, denn die Menschen leiden immer noch unter dem Grauen des Krieges – verzweifelt versuchen sie das bisschen Menschlichkeit zusammenzukratzen, das ihnen angesichts der oft unerträglichen Erinnerungen geblieben ist, während sie verdrängen, was sie getan haben, um ihr Leben zu retten. Steven Soderberghs „The Good German“ ist die Verfilmung des Romans „In den Ruinen von Berlin“ von Joseph Kanon: ein undurchschaubarer romantischer Thriller in der Tradition des klassischen Film noir. Intime menschliche Schicksale entfalten sich vor den turbulenten, weltpolitischen Intrigen. Der Film spielt nicht nur im Jahr 1945, sondern wurde auch mit der Kameratechnik der damaligen Zeit gedreht – ein zeitnahes Thema kombiniert mit der unverwechselbaren Atmosphäre und dem Filmstil, der die Fantasie der Nachkriegszuschauer anregte. Für eine Geschichte, in der die Vergangenheit der Menschen und ihre Motive oft undurchsichtig bleiben, ist sicher eine Palette aus Schwarzweiß-Nuancen am besten geeignet, um die Grauzonen ins rechte Licht zu rücken. „Du hättest nicht nach Berlin zurückkehren sollen“, sagt Lena zu Jake. Wahrscheinlich ist das der einzige wahre Satz, den er von ihr zu hören bekommt.

The Hitcher

The Hitcher

USA 2006
FSK 16

Es regnet in Strömen, als das Studentenpaar Grace (Sophia Bush) und Jim (Zachary Knighton) mit dem Auto auf dem Weg in die Semesterferien ist. Plötzlich taucht wie aus dem Nichts eine dunkle Gestalt im Scheinwerferlicht direkt vor ihrem Auto auf. Der Wagen schleudert, Grace gerät in Panik und aus Angst vor dem unheimlichen Mann, der noch immer mitten auf der Straße steht, gibt Jim Gas ... Doch schon beim nächsten Tankstop lauert ihnen der mysteriöse Unbekannte auf – und ein wahrer Albtraum beginnt. Denn jetzt werden sie zum Opfer des nervenzerreißenden Spiels des Fremden. Unbarmherzig treibt er Jim und Grace vor sich her und hinterlässt immer mehr Opfer auf seinem makabren und blutigen Vergnügungstrip. Von dem psychopathischen Anhalter und der Polizei gejagt, bleibt ihnen nur eine Möglichkeit, dem Morden ein Ende zu setzen und ihre Unschuld zu beweisen. Sie müssen sich dem direkten Duell stellen ... The Hitcher kennt keine Gnade und richtet gezielte Schock-Attacken auf die Nerven der Zuschauer. Der Psycho-Horror ist das markerschütternde Remake des Originals von 1986, in dem ein Anhalter zum Peiniger für zwei junge Reisende wird. Clip-Regisseur Dave Meyers (u.a. Jennifer Lopez, Nas, Creed) inszeniert die nervenzerfetzende Tour de Force, in der Sean Bean („Herr der Ringe“, „Flightplan“, „The Dark“) in seiner düstersten Rolle brilliert. An seiner Seite kämpfen die sexy Jungstars Sophia Bush („John Tucker must die“) und Zachary Knighton („Der Prinz & ich“) um ihr Leben. The Hitcher garantiert schweißnasse Hände und permanentes Herzrasen – nichts für schwache Nerven.

Ghost Rider

Ghost Rider

USA 2006
FSK 12

Der berühmte Motorrad-Stuntfahrer Johnny Blaze (NICOLAS CAGE ) geht einen teuflischen Pakt mit Mephistopheles (PETER FONDA) ein: Um seinen sterbenden Vater zu retten, verkauft er seine Seele einer dunklen Macht und trennt sich von Roxanne Simpson (EVA MENDES), der großen Liebe seines Lebens. Fortan ist Blaze gezwungen, Nacht für Nacht in Gestalt eines feurigen Dämons seine Runden zu drehen und das Böse zu vernichten. In Blackheart (WES BENTLEY), dem machthungrigen Sohn des Teufels persönlich, findet Blaze seine Nemesis. Nach "Spider-Man" ist GHOST RIDER eine weitere, viel beachtete Verfilmung eines berühmten Marvel-Comics. Unter der Regie von Mark Steven Johnson ("Daredevil") spielen Nicolas Cage ("8mm"), Eva Mendes ("2 Fast, 2 Furious", "Hitch – Der Date Doktor"), Wes Bentley ("American Beauty"), Sam Elliott ("Die Maske") und Altstar Peter Fonda ("Easy Rider") in diesem action- und effektgeladenen Abenteuer-Spektakel.

La Vie en Rose

La Vie en Rose

Frankreich 2006
FSK 12

Schon als kleines Mädchen landet sie auf den heruntergekommenen Straßen des Pariser Bezirks Belleville, und doch schafft sie es ins glitzernde Rampenlicht von New Yorks berühmtesten Konzertsälen – Edith Piafs Leben war ein einziger Kampf. Ein Kampf um Liebe, Leidenschaft, Anerkennung, Überleben und Leben. Von der Mutter verlassen, aufgewachsen in größter Armut, umgeben von Nutten und Zuhältern, machte ihre magische Stimme sie zum Weltstar auf beiden Seiten des Atlantiks. Unvergessen ihre Live-Auftritte und ihre unverwechselbaren Interpretationen von Liedern, die durch sie auf der ganzen Welt berühmt wurden, wie „La vie en rose“, „Milord“, „Hymn to Love“ „Non, je ne regrette rien“ und viele mehr. Aber auch ihre leidenschaftlichen Affären und die Freundschaften mit bedeutenden Zeitgenossen – Yves Montand, Jean Cocteau, Charles Aznavour, Box-Weltmeister Marcel Cerdan und Marlene Dietrich – rückten sie immer wieder ins Rampenlicht. Nie gab Edith Piaf den Kampf mit ihrem Schicksal auf. Höhenflüge und Glück wechselten sich ab mit Dramen und tragischen Abstürzen. Die Welt feierte sie und nahm ebenso Anteil an ihrem Schicksal und allen war klar, dass sich der „Spatz von Paris“, wie sie liebevoll genannt wurde, irgendwann einmal die Flügel verbrennen würde... Ihre Lieder sind noch heute weltberühmt. Eine Legende wird auf der Leinwand lebendig, ein Mythos zu einer Frau aus Stimme und Blut. Der Name Edith Piaf steht auch heute, mehr als vierzig Jahre nach ihrem Tod, weltweit für das, was die Identität eines ganzen Volkes prägt: das französische Chanson. Die Rolle der Piaf, der berühmtesten Sängerin Frankreichs, ist für eine französische Schauspielerin die Rolle ihres Lebens. Marion Cotillard, die vor kurzem noch Russell Crowe in Ridley Scotts „Ein gutes Jahr“ den Kopf verdrehte, nimmt die größte Herausforderung ihrer Karriere an – und besteht mit Bravour. Sie wird zur Göttin oder eher zum Straßenmädchen des Chansons, rührt mit ihrer Mischung aus Leidenschaft, Verzweiflung, Energie und Lebenslust zu Tränen. Regisseur Olivier Dahan („Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse“) zeigt in seinem an Originalschauplätzen in Paris und Los Angeles sowie im Studio in Prag entstandenen Porträt, dass eine große Künstlerin nicht ihrem Land, sondern der ganzen Welt gehört. Ihre Musik machte sie zur Kosmopolitin. Mit fantastischen alten und neuen Einspielungen ihrer berühmtesten Chansons setzt der Film auch der unvergessenen Musik der Piaf ein Denkmal. Große Namen wie Gérard Depardieu, Sylvie Testud, Jean-Paul Rouve oder Emmanuelle Seigner spielen an der Seite von Marion Cotillard und lassen ein altes, unvergängliches Stück Paris auferstehen. Der Spatz von Paris fliegt wieder!

Letters from Iwo Jima

Letters from Iwo Jima

USA 2006
FSK 16

Vor 62 Jahren trafen die amerikanischen und japanischen Truppen auf Iwo Jima aufeinander. Jahrzehnte später fand man Hunderte von Briefen in der Erde der kargen Insel. Durch diese Briefe bekommen die Männer, die dort unter Führung ihres außergewöhnlichen Generals gekämpft haben, ein Gesicht, eine Stimme. Als die japanischen Soldaten nach Iwo Jima geschickt werden, wissen sie, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zurückkehren werden. Zu ihnen gehört der Bäcker Saigo (Kazunari Ninomiya), der nur überleben möchte, um einmal seine neugeborene Tochter zu sehen; Baron Nishi (Tsuyoshi Ihara), siegreicher Reiter bei den Olympischen Spielen, der sich mit seinen Fähigkeiten und seiner Aufrichtigkeit weltweit einen Namen gemacht hat; der ehemalige Militärpolizist Shimizu (Ryo Kase), dessen Idealismus sich noch nicht in der Realität des Krieges bewähren musste; und der überzeugte Soldat Leutnant Ito (Shidou Nakamura), der eher Selbstmord begehen als sich ergeben würde. Befehligt werden die Verteidiger von Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi (Ken Watanabe), der Amerika bereist hat und deshalb weiß, dass sein Land keine Chance hat. Allerdings ist er dadurch strategisch versiert genug, um die auf dem Pazifik herannahende amerikanische Armada wirkungsvoll zu empfangen. General Kuribayashi standen zur Verteidigung wenig mehr als sein eiserner Wille und das Vulkangestein der Insel zur Verfügung. Doch die erwartete schnelle und blutige Niederlage verwandelte sich durch seine neuartige Taktik in einen heldenhaften, unerbittlichen Kampf, der fast 40 Tage dauern sollte. Fast 7000 amerikanische Soldaten fielen auf Iwo Jima; über 20.000 Japaner kamen dort um. Der schwarze Sand von Iwo Jima ist von ihrem Blut durchtränkt. Doch ihre Opferbereitschaft, ihre Anstrengungen, ihr Mut und ihre Empfindungen leben weiter – in den Briefen, die sie nach Hause schrieben. Oscar-Preisträger Clint Eastwood („Million Dollar Baby“, „Erbarmungslos“) erzählt die unbekannte Geschichte der japanischen Soldaten und ihres Generals, die die Insel Iwo Jima vor 62 Jahren gegen die amerikanischen Invasoren verteidigten. Bei seinen Bemühungen, ein Ereignis zu beschreiben, das beide Kulturen nach wie vor beschäftigt, fürchtete Clint Eastwood, dass ein Film allein – „Flags of Our Fathers“ – nur die halbe Wahrheit berichten kann. Mit diesem beispiellosen Doppelfilm-Projekt, das unmittelbar hintereinander gedreht wurde und in zwei Teilen nacheinander ins Kino kommt, möchte Eastwood die Schlacht von Iwo Jima – und indirekt den gesamten Krieg im Pazifik – nicht nur als militärische Auseinandersetzung, sondern als Zusammenstoß zweier Kulturen darstellen. Die Geschichten in „Letters From Iwo Jima“ und „Flags of Our Fathers“ sind nicht die gleichen, sie werden aus verschiedenen Blickwinkeln und in verschiedenen Sprachen erzählt, doch mit beiden erweist Eastwood all jenen die Ehre, die auf beiden Seiten des Konflikts ihr Leben ließen. Der Regisseur möchte die Story aus beiden Perspektiven berichten und mit ein bisschen Glück auf diese Weise einen neuen Blickwinkel finden, aus dem man diesen erschütternden Moment unserer gemeinsamen Geschichte betrachten kann.

Lonely Hearts Killers

Lonely Hearts Killers

USA 2006
FSK

Nach dem spektakulären Fall der wahren Lonely-Hearts-Killer, deren blutige Spur sich Ende der 40er Jahre durch die Ostküste der USA zog und ganz Amerika in Atem hielt Als wären sie in der Hölle für einander ausgesucht worden: In dem Moment, in dem sich der Kleinbetrüger Ray Martinez Fernandez (Jared Leto) und die Schönheit Martha Beck (Salma Hayek) erstmals küssen, besiegelt sich ihr Schicksal. Gemeinsam täuschen sie einsame Frauen und nehmen sie nach Strich und Faden aus. Bald schon schrecken die vermeintlichen Tröster von Witwen und alternden Jungfern auch vor Mord nicht zurück, denn Martha kann es nicht ertragen, ihren Liebhaber in den Armen einer Anderen zu sehen. Ihre mit dem Blut Unschuldiger erkaufte Freiheit kann nicht von Dauer sein. Die beiden Cops Elmer Robinson (John Travolta) und Charles Hildebrandt (James Gandolfini) sind ihnen längst auf der Spur. Vor allem Robinson ist hinter ihnen her, wie der Teufel hinter der armen Seele. Erst vor Kurzem hat sich seine Frau das Leben genommen. Und mit der Verhaftung und Überführung der Lonely-Hearts-Killer will er sein Gewissen reinwaschen. Fragt sich nur, ob es ihm gelingt, bevor Fernandez und Beck erneut zuschlagen.

Lotte im Dorf der Erfinder

Lotte im Dorf der Erfinder

Estland 2006
FSK o.A.

Lotte ist ein lebhaftes Hundemädchen, mit ihrer Familie und ihrem besten Freund, dem ängstlichen Kater Bruno, wohnt sie in einem kleinen Dorf am Meer. Zusammen erleben sie die spannendsten Abenteuer, sogar nach Japan zu einem Judowettkampf führt es unsere Helden. Die Bewohner des Dorfes haben alle ein ausgefallenes Hobby: Nützliche (und auch weniger nützliche) Dinge zu erfinden, die sie in einem jährlichen Wettbewerb einer Jury vorstellen. Lottes Vater Oskar, der fast jedes Jahr gewinnt, und das Kaninchen Adalbert sind dabei ärgste Rivalen. Witzig-frischer und sehr bunter Zeichentrickfilm aus der traditionsreichen Trickfilmschmiede Estlands - LOTTE ist die Neuentdeckung am europäischen Animationsfilmhimmel.

Pans Labyrinth

Pans Labyrinth

Spanien 2006
FSK 16

In magisch-realistischen Bildern erzählt PANs LABYRINTH die berührende Geschichte der kleinen Ofelia, die mit ihrer hochschwangeren Mutter zum Stiefvater in eine ländliche Gegend Nordspaniens zieht. Der Stiefvater hat dort den Auftrag übernommen, im Jahr 1944 kurz nach General Francos Sieg, die republikanischen Rebellen zu bekämpfen. Seine Brutalität, Unberechenbarkeit und das schwere Verhältnis zu ihm lassen Ofelia in eine geheimnisvolle Fantasiewelt flüchten, welche von wundersamen, schaurigen und mythischen Fabelwesen bevölkert ist. In ihrem neu erschaffenen Kosmos findet das Mädchen nicht nur Zuflucht, sondern wird mit Ängsten und Träumen konfrontiert, welche ihr helfen, den Schrecken der Realität zu trotzen.

Tagebuch eines Skandals

Tagebuch eines Skandals

Großbritannien 2006
FSK 12

Die Neue im Lehrerkollegium weckt sofort das Interesse von Barbara Covett (Judi Dench). Denn sie ist all das, was Barbara nicht ist: jung, strahlend schön, freundlich, scheinbar vom Glück verwöhnt. Als sie gemeinsam eine Prügelei zwischen zwei Schülern beenden, schweißt das die ältliche, einsame Barbara und Sheba (Cate Blanchett), die verheiratete Mutter zweier Kinder, augenblicklich zusammen. Bald sind sie im Schulalltag unzertrennlich, auch privat sehen sich die beiden Frauen immer häufiger. Dann kommt jener Abend, an dem Barbara eine schockierende Entdeckung macht: Sheba hat eine Affäre mit einem ihrer minderjährigen Schüler. Ein Skandal mit unabsehbaren Folgen, sollte diese Affäre an die Öffentlichkeit kommen. Barbara konfrontiert Sheba mit der Wahrheit und nimmt ihr das Versprechen ab, den Jungen nicht mehr zu treffen. Im Gegenzug will sie Schweigen bewahren. Barbara steigert sich in die Wahnvorstellung hinein, dass sie Sheba als beste Freundin besitzen könne. Eine Obsession, die – gerade in den Augen von Shebas Mann Richard (Billy Nighy) – immer aufdringlichere Formen annimmt. Als Barbara nach einiger Zeit dahinter kommt, dass Sheba trotz gegenteiliger Beteuerungen die Verbindung zu dem Schüler nicht abgebrochen hat, eskaliert die Situation …

Babooska

Babooska

Argentinien/Italieen 2005
FSK o.A.

Die Filmemacher erzählen in Episoden vom alltäglichen Existenzkampf der jungen Artistin Babooska, die mit ihrer Familie einen Wanderzirkus betreibt und durch Italien reist. Ein Jahr lang haben sie die Künstlerin auf ihrer Odyssee begleitet und einen ungeschminkten Blick hinter die Kulissen eines Mikrokosmos am Rand der Gesellschaft geworfen. »Die gute alte Zeit« ist, woran sich Babooskas Familie festhält. Und gleichzeitig ist deutlich abzusehen, dass die Perspektiven für den kleinen Familienzirkus in einer Zeit, in der nur die großen Eventshows überleben, begrenzt sind. Doch eine fehlende Altersabsicherung, Veränderung, ein neuer Lebensentwurf sind Herausforderungen, denen sich diese Künstler, obwohl sich deren Leben auf Flexibilität und Improvisation geradezu gründet, nicht stellen wollen. BABOOSKA ist keine journalistische Reportage. Sondern ein Roadmovie, das seinen Zauber und seine magischen Momente ganz ohne kitschige Reisebilder entfaltet. Es beschreibt melancholisch, aber auch humorvoll die aussterbende Lebensweise von modernen Nomaden und den Zustand des Unterwegsseins, zwischen einer glorreichen Vergangenheit und einer unsicheren Zukunft, zwischen dem Zweifel und der Hoffnung, dass das Leben doch immer so sein möge wie ein voller 'moderner, gut geheizter Zirkus'.

Der gute Hirte

Der gute Hirte

USA 2006
FSK 12

Edward Wilson (Matt Damon) ist ein Patriot, der den Wert von Geheimhaltung kennt und mit Begriffen wie Diskretion und Ehre aufgewachsen ist. Als strebsamer Student in Yale trat er 1939 der ‚Skull and Bones Society’ bei, einer geheimen Bruderschaft, die künftige Führungskräfte für die Politik rekrutieren will. Sein scharfer Verstand, seine einwandfreie Reputation sowie sein tiefer Glaube an die amerikanischen Werte machen Wilson zum idealen Kandidaten für eine Geheimdienstkarriere. Der idealistische junge Mann wird vom Office of Strategic Services (OSS) rekrutiert, dem Vorläufer der CIA während des Zweiten Weltkriegs. Diese Entscheidung wird nicht nur sein weiteres Leben verändern, sondern bestimmt bis heute die geopolitische Lage: Wilson und seine Mitarbeiter gründeten den mächtigsten Geheimdienst der Welt. Als einer der Gründungsväter der CIA arbeitet Wilson in einer Welt, in der Täuschung zum Alltag gehört und nichts so ist, wie es scheint. Sein Idealismus weicht bald einem dauerhaften Misstrauen, der in der langjährigen Paranoia des Kalten Krieges seine Entsprechung findet. Wilson wird zum führenden Mitarbeiter der CIA, seine Methoden werden zum Standard des Geheimdienstes. Wie in einem globalen Schachspiel will Wilson seine Gegenspieler des KGB schlagen. Für den bedingungslosen Einsatz für sein Land zahlt Wilson einen zunehmend höheren Preis. Auch die wachsenden Bedenken seiner Frau Margaret „Clover“ (Angelina Jolie) und seines geliebten Sohnes (Eddie Redmayne) können Wilson von seinem Weg abbringen – der ihn schließlich dazu führen wird, alles für seinen Beruf zu opfern.

Die Hollywood-Verschwörung

Die Hollywood-Verschwörung

USA 2006
FSK 12

In der Nacht des 16. Juni 1959 stirbt der TV-Superman-Darsteller George Reeves (Ben Affleck) im Schlafzimmer seines Hauses durch einen Kopfschuss. Die Umstände seines To-des sind ungeklärt: War es Selbstmord – wie Reeves Verlobte Leonore Lemmon (Robin Tun-ney) steif und fest behauptet? War es ein Auftragsmord? Ein Mord aus Eifersucht? Reeves Mutter Helen Bessolo (Lois Smith) glaubt jedenfalls nicht an die Selbstmord-Version. Sie beauftragt Privatdetektiv Louis Simo (Adrien Brody), den wahren Grund für das Ableben ihres Sohnes herauszufinden. Auf den Spuren von Philip Marlowe und Sam Spade riskiert Louis Simo einen Blick hinter die glitzernde Glamour-Fassade von Hollywood und lernt da-bei nicht nur die Schattenseiten der Filmstadt kennen, sondern auch etwas über die dunklen Seiten seiner eigenen Seele…

Hannibal Rising - Wie alles begann

Hannibal Rising - Wie alles begann

UK/CZ/F/I 2007
FSK 18

Litauen, während des Zweiten Weltkriegs: Im Alter von zehn Jahren wird der kleine Hannibal Lecter Zeuge, wie seine Eltern kaltblütig ermordet werden. Anschließend muss er auch noch mit ansehen, wie Soldaten seine jüngere Schwester töten und daraufhin ihre Leiche verspeisen. Dieser Moment entfesselt in dem unschuldigen Kind einen unbändigen Hunger nach Rache. Nachdem er sich erfolgreich durch seine harte Jugend hindurch gebissen hat, steigt Hannibal zum weltweit raffiniertesten und gefürchtetsten Serienkiller auf: Ein kultivierter Karrierist, der die Menschheit zum Fressen gern hat … Mehr als sieben Millionen deutsche Kinobesucher verfolgten die Kultschocker DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER, HANNIBAL und ROTER DRACHE auf der Leinwand. Jetzt kann der Appetit der Zuschauer auf mehr Gruselgeschichten aus dem Leben des berühmt-berüchtigten Dr. Hannibal Lecter endlich gestillt werden: Peter Webber inszenierte das fesselnde Prequel der Kultreihe, für das erneut Bestseller-Autor Thomas Harris die Vorlage lieferte.

Yes I am!

Yes I am!

Deutschland 2006
FSK

Als Adé fünfzehn ist, wird sein Vater in Nigeria ermordet. Daraufhin zieht er zusammen mit seiner deutschen Mutter und seinen Geschwistern nach Deutschland. Als D-Flames Probleme mit seiner Mutter eskalieren, kommt er in ein Heim. Dort beginnt er seine Gangsterkarriere. Als Mamadee zehn Jahre alt ist, bricht die DDR zusammen und damit auch ihr Traum vom roten Halstuch der Thälmann-Pioniere. Alle drei Protagonisten entstammen bi-nationalen Familien und mussten ohne Ihre Väter erwachsen werden. Sie sind Deutsche und fühlen sich doch nichtganz zu Hause in diesem Land. Durch ihr exotisches Aussehen werden sie als „anders“ wahrgenommen und fühlen sich nie richtig zugehörig. Für alle drei ist die Musik ein Ventil, um ihr Leben zu reflektieren und ihre besondere Problematik zu thematisieren: Adé ist Musiker, D-Flame Rapper und Mamadee Sängerin. Auch die Mütter der Protagonisten berichten eindrucksvoll von ihren Erfahrungen. Jede dieser Frauen hat ein individuelles Schicksal, doch alle haben schwarze Kinder in einer vorwiegend weißen Gesellschaft groß gezogen. Das verbindet sie mit vielen Familien in Deutschland, deren Kinder als Deutsche heranwachsen, auch wenn die Eltern andere Nationalitäten, Kulturen oder Hautfarben haben. D-Flame, Mamadee und Adé begegneten sich zum ersten Mal, nachdem der Schwarze Alberto Adriano in einem Dessauer Park von drei Jugendlichen erschlagen wurde. Über zwanzig der bekanntesten afrodeutschen Musiker schlossen sich daraufhin zu dem Bandprojekt "Brothers Keepers" zusammen, spielten die Maxi Adriano (Letzte Warnung) und das Album Lightkultur ein, an dem sich auch das weibliche Pendant "Sisters Keepers" beteiligte. Sie zogen durch ostdeutsche Schulen, um selbst mit den Kids zu sprechen. Vor diesem Hintergrund entstand der Dokumentarfilm Yes I Am! von Filmemacher Sven Halfar, der die drei Musiker Adé, D-Flame und Mamadee eindrucksvoll und einfühlsam portraitiert. Anhand der persönlichen Lebensgeschichten der Protagonisten erzählt der Film von den Schwierigkeiten, eine afrodeutsche Identität zu entwickeln und der Problematik der Integration in die deutsche Gesellschaft. Yes I Am! verbindet die Geschichte von D-Flame, Mamadee und Adé mit der Geschichte von Brothers Keepers. Er erzählt von der Macht der Musik und davon, wie gut es tut, gemeinsam die Stimme zu erheben. Eine Geschichte vom Erwachsenwerden unter erschwerten Bedingungen: geprägt vom Hin und Hergerissensein zwischen den Kulturen, von Ausgrenzung und Aggressionen. Ein Film über den langen Weg nach Hause.

Die Aufschneider

Die Aufschneider

Deutschland 2007
FSK o.A.

Es kann nur eine geben! Und deshalb beschließen die örtlichen Behörden, dass eine von zwei benachbarten Kliniken geschlossen werden muss. Entweder das gnadenlos zukunftsorientierte High Tech-Hospital „St. Georg“ unter dem strengen Prof. Radwanski (Christoph Maria Herbst), oder die gemütliche, wenn auch etwas heruntergekommene Eichwald-Klinik von Prof. Keller (Burghart Klaußner) stehen zur Disposition. Nur zehn Tage bleiben dem Personal der beiden Häuser, ein Experten-Gremium von ihren jeweiligen Vorzügen zu überzeugen. Während Radwanski sofort seine Maschinerie aus Korruption und fiesen Tricks in Bewegung setzt, bauen die Eichwäldler auf ein fragwürdiges Wellness-Konzept: Eine Mariachi-Band, die bei der Krankengymnastik aufspielt, neuartige Geburtsmöglichkeiten, gemischtgeschlechtliche Dreierzimmer. Besonders die liebenswerten, aber leicht depperten Ärzte Dr. Steffen Wesemann (Carsten Strauch) und Dr. Klaus Kunze (Rainer Ewerrien) sowie die wahrscheinlich gutmütigste Krankenschwester der Welt, Sylvia Göbel (Cosma Shiva Hagen,) setzen alles daran, die chancenarme Eichwald-Klinik vor der Schließung zu retten. Doch als eines Abends ein Spenderorgan versehentlich gebraten und dann mit Kartoffelpockets serviert wird, als Industriespionage, Kidnapping und versuchter Mord Teile des Sanierungskonzeptes werden, zeigt sich, dass die Gesundheitsreform ganz schön kranke Züge annehmen kann …

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