Kinoprogramm Leipzig
La Vie en Rose
JahrFrankreich 2006
Laufzeit140 Min.
FSK12
GenreRückblenden-Film, Filmdrama, Filmbiografie, Musikfilm
RegieOlivier Dahan
BesetzungMarion Cotillard, Sylvie Testud, Pascal Greggory, Emmanuelle Seigner, Jean-paul Rouve, Clotilde Courau

La Vie en Rose

Schon als kleines Mädchen landet sie auf den heruntergekommenen Straßen des Pariser Bezirks Belleville, und doch schafft sie es ins glitzernde Rampenlicht von New Yorks berühmtesten Konzertsälen – Edith Piafs Leben war ein einziger Kampf. Ein Kampf um Liebe, Leidenschaft, Anerkennung, Überleben und Leben. Von der Mutter verlassen, aufgewachsen in größter Armut, umgeben von Nutten und Zuhältern, machte ihre magische Stimme sie zum Weltstar auf beiden Seiten des Atlantiks. Unvergessen ihre Live-Auftritte und ihre unverwechselbaren Interpretationen von Liedern, die durch sie auf der ganzen Welt berühmt wurden, wie „La vie en rose“, „Milord“, „Hymn to Love“ „Non, je ne regrette rien“ und viele mehr. Aber auch ihre leidenschaftlichen Affären und die Freundschaften mit bedeutenden Zeitgenossen – Yves Montand, Jean Cocteau, Charles Aznavour, Box-Weltmeister Marcel Cerdan und Marlene Dietrich – rückten sie immer wieder ins Rampenlicht.
Nie gab Edith Piaf den Kampf mit ihrem Schicksal auf. Höhenflüge und Glück wechselten sich ab mit Dramen und tragischen Abstürzen. Die Welt feierte sie und nahm ebenso Anteil an ihrem Schicksal und allen war klar, dass sich der „Spatz von Paris“, wie sie liebevoll genannt wurde, irgendwann einmal die Flügel verbrennen würde...

Ihre Lieder sind noch heute weltberühmt. Eine Legende wird auf der Leinwand lebendig, ein Mythos zu einer Frau aus Stimme und Blut. Der Name Edith Piaf steht auch heute, mehr als vierzig Jahre nach ihrem Tod, weltweit für das, was die Identität eines ganzen Volkes prägt: das französische Chanson.
Die Rolle der Piaf, der berühmtesten Sängerin Frankreichs, ist für eine französische Schauspielerin die Rolle ihres Lebens. Marion Cotillard, die vor kurzem noch Russell Crowe in Ridley Scotts „Ein gutes Jahr“ den Kopf verdrehte, nimmt die größte Herausforderung ihrer Karriere an – und besteht mit Bravour. Sie wird zur Göttin oder eher zum Straßenmädchen des Chansons, rührt mit ihrer Mischung aus Leidenschaft, Verzweiflung, Energie und Lebenslust zu Tränen.
Regisseur Olivier Dahan („Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse“) zeigt in seinem an Originalschauplätzen in Paris und Los Angeles sowie im Studio in Prag entstandenen Porträt, dass eine große Künstlerin nicht ihrem Land, sondern der ganzen Welt gehört. Ihre Musik machte sie zur Kosmopolitin. Mit fantastischen alten und neuen Einspielungen ihrer berühmtesten Chansons setzt der Film auch der unvergessenen Musik der Piaf ein Denkmal. Große Namen wie Gérard Depardieu, Sylvie Testud, Jean-Paul Rouve oder Emmanuelle Seigner spielen an der Seite von Marion Cotillard und lassen ein altes, unvergängliches Stück Paris auferstehen.
Der Spatz von Paris fliegt wieder!